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Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Schülerinnen und Schüler des GaM stehen bei herrlichem Spätsommerwetter auf dem Sportplatz und halten verschiedenfarbige Papierschilder in die Höhe. So entsteht ein beeindruckender Regenbogen – aber was ist der Hintergrund dieser Aktion?

Das Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ wurde am GaM vor drei Jahren gestartet, als die damalige Schülersprecherin Katharina Steinger dieses Projekt von einem Workshop mitbrachte. Noch im selben Jahr wurde dann damit begonnen, die Unterschriften zu sammeln und das Ziel der benötigten 70% der Schülerschaft wurde sogar noch übertroffen. Danach wurde erfolgreich nach Paten gesucht, denn Arne Kutsche, Pastor der Kirchengemeinde Rensefeld, und Dr. Uwe Brinkmann, Bürgermeister der Stadt Bad Schwartau, erklärten sich bereit, das Amt zu übernehmen. 

Danach lag das Projekt leider erstmal auf Eis, das Interesse der Schülerschaft blieb trotzdem bestehen. Wieder aufgenommen wurde das Projekt mit dem Beginn der Amtszeit der jetzigen Schülersprecherin Jeva Timmermann. Der Antrag wurde losgeschickt und bald darauf die Schule als titelwürdig anerkannt.

Und um das zu feiern, versammelte sich die gesamte Lehrer- und Schülerschaft mit einigen Elternvertretern am 11. September um 11 Uhr auf dem Sportplatz. Aufgelockert durch Live-Musik der Schüler-Lehrerband „Hammond & Friends“ gab es mehrere Redebeiträge: Es sprachen die beiden Paten des Projekts, Axel Michaelis als Regional-Koordinator von Courage e. V. sowie Lukas Fahrenbruch für die Schülervertretung, wobei auch mehrmals die jüngsten Ereignisse in Chemnitz angesprochen wurden. Unsere Direktorin Amira Yassine betonte in ihrer Rede, dass gerade solche Ereignisse als Ansporn gelten sollten, sich für Initiativen wie diese einzusetzen. Am GaM sei dieses Engagement jedoch normal, sie habe die Schule nicht anders kennen gelernt. 

Das wohl berühmteste Beispiel dafür ereignete sich vor zweieinhalb Jahren, als ein Schüler aus Albanien das Gymnasium besuchte. Als damals bekannt wurde, dass er vor dem Abitur gehen sollte, begann der Jahrgang, Unterschriften zu sammeln, der Landrat und Bürgermeister wurden eingeschaltet und es wurde nach Familien gesucht, die ihn aufnehmen würden, um diesem Jungen einen Schulabschluss in Deutschland zu gewährleisten, da er als Teil der Gemeinschaft betrachtet wurde. Traurigerweise durfte er die Schule hier trotz allem nicht beenden.

Am Ende der Veranstaltung überreichte Axel Michaelis schließlich die Urkunde mit dem Titel und eine Plakette, die bald den Eingang des Gymnasiums zieren soll, womit das Projekt nun offiziell gestartet wurde. Um den Titel zu behalten, muss einmal im Jahr eine Veranstaltung unter dem Thema „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ organisiert werden. 

Das erste dieser Projekte wurde gleich im Rahmen der Feier durchgeführt: Die Schüler des GaM stellten sich zu einem Regenbogen auf, um die Vielfalt und Individualität unserer Schule zum Ausdruck zu bringen.

21. September 2018, Text: Alina Petruck, Q2 b, Fotos: Jacob Manns

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